Volle fünf Sterne bei den Bewertungen im Onlinekaufhaus, die Kaffeemaschine muss doch was taugen! Oder etwa nicht? Bei Bewertungen ist Vorsicht geboten. Sie könnten schließlich nicht von echten Usern stammen, sondern von Unternehmen gekauft worden sein. Shoppingplattformen und Reiseportale im Internet kämpfen vermehrt mit solcher verbotenen Schleichwerbung. Und Suchmaschinengigant Google wird kritisiert, weil bei den Suchergebnissen die bezahlte Werbung zu wenig von den unbezahlten Treffern abgegrenzt sei.

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Alles super? So manche positive Bewertung im Internet ist erkauft.

So surfen Sie sicher im Internet


Viren, Trojaner, Phishing-Attacken: In der anonymen Welt des Internet lauern zahlreiche Gefahren. Ein falscher Mausklick genügt, und schon hat man seinen Rechner infiziert oder ist Betrügern auf den Leim gegangen. Yahoo zeigt Ihnen, wie Sie sicher im Internet surfen.


Sicher online shoppen


Schnäppchenpreise, 24 Stunden nonstop shoppen und einen Parkplatz in der Innenstadt muss man auch nicht suchen: Wer nicht schon Online einkauft, ist selbst dran schuld. Gleichzeitig steigt die Zahl von Betrugsfällen mit gestohlenen EC- und Kreditkartendaten, die beim Onlineshopping preisgegeben werden müssen. „Achten Sie beim Bezahlen auf eine verschlüsselte Verbindung“, raten deswegen die Fachleute vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Eine Verschlüsselung erkennt man an der Adresse des Onlineshops, die dann mit „https“ beginnt. Wer mit Bankeinzug zahlt, sollte „niemals eine TAN- oder PIN-Nummer bei der Übermittlung von Bankdaten angeben“, so das BSI. Bankdaten sollten zudem nicht per Email oder in einer per Email verlinkten Webseite angegeben werden, auch wenn diese täuschend echt aussieht.

Von einer Zahlung per Vorkasse raten die Fachleute generell ab, auch wenn diese die einzige gebührenfreie Methode der Überweisung darstellt. „Ein seriöser Online-Händler wird immer mindestens eine alternative Zahlungsmethode anbieten“, so das BSI. Viele Shops haben mittlerweile Prüfsiegel, anhand derer die Seriösität der Webseite eingeschätzt werden kann, z.B. das Siegel des TÜV Süd Trusted Shops® oder die EHI geprüften Online-Shops welches aber keine Garantie für die Seriosität der Händler ist.


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Eine alternative Bezahlungsmethode sind Bezahlsysteme wie PayPal, Moneybookers, giropay, Paysafecard und Click & Buy. Eine absolute Sicherheit können auch diese „bargeldfreien“ Systeme nicht garantieren, weshalb man regelmäßig die Transfervorgänge auf dem eigenen Konto überprüfen sollte.


Onlinebanking: So sind Bankgeschäfte sicher


Damit Sie beim Onlinebanking keine bösen Überraschungen erleben, sollten Sie ihre Zugangsdaten sorgfältig auswählen und handhaben. „So wie Sie am Bankschalter oder beim Geldautomaten darauf achten sollten, dass Gespräche oder die Eingabe von Kennwörtern und Zugangsdaten (PINs) nicht von Fremden mitverfolgt werden, ist auch im Internet Vertraulichkeit oberstes Gebot – das gilt im besonderen Maße für die Transaktionsnummern (TAN)“, warnen die Fachleute vom BSI. Selbstverständlich sollte auch beim Onlinebanking auf verschlüsselte Webseiten geachtet werden. Das BSI rät, nur eigene Geräte für Geldgeschäfte zu benutzen und mit der Bank ein Limit für tägliche Geldbewegungen beim Onlinebanking zu vereinbaren. Wenn möglich, benutzen Sie für Onlineüberweisungen mTan und ChipTan. Beide Systeme sind sicherer als die iTan, müssen aber oft erst bei der Bank angefordert werden.


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Erkaufter Erfolg ist verboten


Angesichts dieses Risikos wollen Unternehmen sich nicht auf die User verlassen und fälschen Bewertungen. Entweder schreiben sie sie selbst oder sie beauftragen Dritte - auch, um die Produkte der Konkurrenz schlecht dastehen zu lassen. Doch damit verfälschen sie den Markt und machen sich strafbar, denn Schleichwerbung ist gesetzlich verboten. Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verbietet es, den „Werbecharakter von geschäftlichen Handlungen“ zu verschleiern. Das heißt, dass der Verbraucher stets erkennen muss, ob es sich da um echte Bewertungen handelt oder um gefälschte, mit denen lediglich der Profit angekurbelt werden soll.

©Yahoo Nachrichten

Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit, die Sie hier finden https://webgate.ec.europa.eu/odr/main/index.cfm?event=main.home.show&lng=DE Verbraucher haben die Möglichkeit, diese Plattform für die Beilegung ihrer Streitigkeiten zu nutzen.